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Fachglossar

Begriffe aus der Welt des Leisten- und Formenbaus

Das Fachlexikon ist ein speziell zusammengestelltes Verzeichnis, in dem wir  thematisch relevante Begriffe aus dem Leisten und dem Formenbau für Sie zusammengetragen haben.

Was Sie schon immer über Leisten und Formen wissen wollten. Hier finden Sie über das entsprechende Suchwort eine kurze Erläuterung.

Wenn Sie einen für Sie wichtigen Fachbegriff nicht erläutert sehen, sprechen Sie uns einfach an.

 

Absatzhöhe

  • Durch die Leistensprengung ist die Absatzhöhe des späteren Schuhs definiert. Beim Leisten wird sie in der hinteren Mitte, unter der Ferse oder an der seitlichen Leistenkante der Ferse zur Auftrittsfläche gemessen (siehe auch Absatznormer)

Absatzlüftung

  • Die Höhe der Schrägstellung des Absatzes am Gelenkbereich zur Auftrittsfläche

Absatznormer

  • Apparatur zum Messen der Absatzhöhe und des Absatzwinkels

AGOsohlen

  • „Another Great Opportunity“- Sohlen die u.a. mit Hilfe von Vulkanisieren oder Einspritzen vorab fertig hergestellt werden, zum späteren Verkleben mit dem Schaft. Durch den italienische Gerbereimechaniker Dr. F. Rampichini um 1910 entwickelte Fertigungstechnik

Aluminiumleisten

  • Produktionsleisten aus Aluminium für besondere Beanspruchung bei der Direktanspritzung z.B. im Sicherheitsschuhbereich

Automationsleisten

  • Leisten zur automatisierten Schuhfertigung z.B. mit Robotereinsatz

Auftrittspunkt

  • Der Auftrittspunkt des Leistens entspricht dem Ballenpunkt des Fußes. Wenn der Leisten in Sprengung steht ist es der tiefste Punkt am Ballen

Ausleistmaschine

  • Leisten in der Teilung T1 und T2 können mit Hilfe von Pneumatikzylindern automatisch geöffnet und geschlossen werden

Balligkeit der Sohle

  • Konvexität der Lauffläche der Sohle im Bereich des Ballens

Ballenmaß

  • Der Umfang des Leistens am Ballen gemessen an den Meßpunkten des Meßpunktmarkierapparates (siehe Bild1)

Brandsohle

  • Die Brandsohle ist die zum Fuß hin weisende Schicht des Schuhbodens

Brandsohlenlänge

  • Die Länge entlang des Leistenbodens

Brandsohlenschablone

  • Schablone in der Abwicklung des Leistenbodens

CAD

  • Computer Aided Design
  • Rechnerunterstützes zwei- und dreidimensionales Konstruieren

CAM

  • Computer Aided Manufacturing
  • Rechnerunterstützte Fertigung für die direkte Steuerung von Produktionsanlagen

Direktanspritzung

  • Der Schaft ist über dem Leisten mit der Brandsohle verbunden. Er wird über in die Form abgesenkt und die Form darum geschlossen. Die Kunststoffmasse wird in den abgedichteten Raum der Negativform eingespritzt.

Dreidimensionale Digitalisierung

  • Optische oder taktile Vermessen von Objekten zu weiteren Verarbeitung im CAD

Druckleisten

  • Durch das Verschieben der Spitze wird der Leisten verkürzt. Die Ausführung wird häufig für Mokassins und gestrobelte Schäfte und Klebesohlen eingesetzt

Durchbruch

  • Die Linie an der optischen Verbindung von Schaft und Sohle

Durchtrittsichere Einlagen

  • In Sicherheitsschuhen kommen Stahl- oder Kevlareinlagen zum Schutz der Füße zum Einsatz

Einlegeteile

  • Finden aus optischen und funktionalen Gründen Einsatz in Laufsohlen und können aus verschiedensten Materialien bestehen. Bei der Formenkonstruktion sind die Einlagemöglichkeiten zu berücksichtigen.

Fersenbogen

  • Seitliche Ansicht der rückwärtigen Ferse des Leistens

Fersenbreite

  • Die breiteste Stelle der Ferse gemessen z.B. bei Herrenleisten ca.45mm vom hintersten Punkt in Richtung Vorderfuß

Fersenmaß

  • Das Fersenmaß wird vom oberen Punkt des Meßpunktmarkierapparates bis zum untersten Fersenpunkt gemessen = Hackenmaß

Formtrennung

  • Trennflächen der Formteile.
  • Ausarbeitung von Sollaustrieb, Überlauf-, Reißrillen oder Touchierungen

Goldener Schnitt

  • Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren Strecke verhält wie die Summe aus beiden zur größeren. Der Wert beträgt etwa 1,618. Streckenverhältnisse im Goldenen Schnitt werden oft als ideale Proportion und als Inbegriff von Ästhetik und Harmonie angesehen.

Gradierung

  • Die Gradierung des Leistens bestimmt den Zuwachs von Größe zu Größe und somit auch die Größenveränderung der Sohle

Gravur

  • Im Schuhformenbau werden manuell oder maschinell in spanenden oder anderen abtragendenden Bearbeitungsweisen Oberflächengestaltungen in die Metallform gebracht

Großzehenhöhe

  • Die senkrechte Höhe vom Leistenboden bis zum höchsten Punkt im Bereich der Großzehe

Hackenmaß

  • Siehe Fersenmaß

Kammhöhe

  • Distanz von der Kammfläche zur Ferse. Bei Zwickleisten gemessen bis zur Fersenkugel und bei Direktanspritzungsleisten bis zur Fersenkante.

Klappleisten

  • Die Klappausführung gestattet ein Verkürzen des Leistens. Sie ist für gezwickte Artikel gedacht und wird vorwiegend bei Herrenschuhen eingesetzt.

Knickleisten

  • Siehe Klappleisten

Kompakte Stärke

  • Materialstärke der Sohle ohne Profilhöhe im Ballenbereich des Fußes

Kunststoffleisten

  • Produktionsleisten aus High- Density- PE für die gesamte Fertigung des Schuhs

Laufsohle

  • Gesamte Außensohle des Schuhs

Leistenformen

  • Die Leistenformen unterliegen anatomischen und modischen Anforderungen von spitzen, runden, kareeförmigen Ausführungen zu vollen-  und Naturformen mit flachen, plateauartigen, vollen, bulldogartigen und untersetzten Seitenansichten.

Leistenhalter

  • Mit der Halterung wird der Leisten an der Maschine positioniert

Leistenlänge

  • Die Länge des Leistens in der Geraden gemessen(= Maßlade)

Leistensprengung

  • Die Spitzensprengung ist der Abstand der Leistenspitze bis zur Auftrittsfläche. Die Gelenksprengung bezeichnet den Verlauf des Leistens im Bereich zwischen Auftrittspunkt und Absatzhöhe.

Leistenteilung

  • Durch die Teilung des Leistens wird ein Aufziehen des Schaftes ermöglicht

Maßlade

  • Siehe Leistenlänge

Meßpunktmarkierapparat

  • Apparatur zum Einschlagen der Meßpunkte am Leisten. Basierend auf dem Goldenen Schnitt.

Mittelristmaß

  • Siehe Vorspannmaß

Nullpunktleisten

  • Längenmaß des Leistens exakt nach Schuhmaßsystem ohne weitere modische Zugaben

Obere Rahmenöffnung

  • Durchbruch im Bereich der Direktanspritzung

Orginalmodell des Leistens

  • Erstes erstelltes Basismodell des Leisten

Pinette

  • Wechselbares Formelement in der Schuhform z.B. für Logos/ Größen u. ä.

Profilgrund

  • Ursprungfläche des Profils

Profilhöhe

  • Höhe der Stollen von der Lauffläche bis zum Profilgrund

Ristmaß

  • Der Umfang des Ristes vom oberen Punkt des Meßpunktmarkierapparates über den Rist gemessen

Schaft

  • Der Schaft ist das Schuhoberteil. Es erhält durch den Leisten seine Form

Schalenrand

  • Im Bereich von Klebesohlen gibt der Schalenrand die Höhe des Eintauchens des Schaftes in die Sohle vor.

Schiebeleisten

  • Siehe Druckleisten

Schuhkappen

  • Oberbegriff für alle Arten von Vorder- und Hinterkappen
  • Die Länge ist entscheidend  zur korrekten Substanzermittlung

Starre Leisten

  • Leisten ohne einen Mechanismus für  z.B. die Sandalenproduktion

Sohlenschnittstärke

  • Höhe der Sohle (ohne Balligkeit) in der Seitenansicht im Ballenbereich des Fußes

Sohlensprengung

  • Spitzensprengung und Gelenksprengung sollten analog zum Leisten konstruiert sein
  • Der obere Sprengungsverlauf entspricht dem Durchbruch in der Seitenansicht.

Substanz

  • Die gesamte Stärke aller Materialschichten des Schafts in der Höhe des Durchbruchs

Tauchtiefe

  • Im Bereich der Direktanspritzung die Höhe von der Durchbruchlinie (untere Dichtkante) der Form bis zur Kante des  Leistenbodens

Übermaß

  • Die Differenz zwischen Nullpunkt und modischer Zugabe, je nach Leistenform unterschiedlich

Umriss

  • Durchbruch im Bereich der Klebesohlen (Innenrandschablone)

Vorspannmaß

  • Umfang in der Mitte der Ristbereichs

Zehenschutzkappe

  • Sie findet Verwendung in Sicherheitsschuhen und Schutzschuhen zum Schutz vor Verletzungen der Zehen. Die Zehenschutzkappe besteht aus Stahlblech, Kunststoff oder Aluminium.
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